Hütehund

Hütehunde werden auch Treibhunde genannt und wurden ursprünglich von Hirten zum Hüten von Nutztierherden eingesetzt.
Ihre Aufgabe bestand darin, die Herden zusammenzuhalten.
Aus dieser Zweckbestimmung wurde Hunde heraus gezüchtet und so entstanden verschiedene Rassen, die man dann unter dem Begriff Hütehunde zusammen- gefasst hat.

Man unterscheidet u. a. Koppelgebrauchshunde, wie z. B. Beardet Collies, Border Collies oder Australien Sheppert. Sie haben die Aufgabe, die Herde von einer Koppel zur nächsten zu treiben, einzelne Tiere aus der Gruppe zu separieren oder die Tiere in einen Pferch zu treiben.

In der heutigen europäischen Kulturlandschaft ohne die vielerorts ausgestorbenen Raubtiere sind für diese Hunde andere Fähigkeiten wichtiger geworden. Beweglichkeit und Arbeitsintelligenz beim Zusammentreiben von Schafen sind heute die Hauptaufgaben der Hütehunde. Statt dem Schutz vor Raubtieren steht in Westeuropa für diese Rasse eher der Schutz vor Autofahrern oder ähnlichem im Vordergrund.

Je nach Nutztier haben sich unterschiedliche Spezialisten herausgebildet, weil
z. B. im Bezug auf Schafe eine andere Art von Wendigkeit und Umgang mit den Nutztieren erforderlich ist, als etwa bei Rindern. So gehörten früher sogar die körperlich sehr robusten Rottweile zu den Herdentreibenden Hunden, allerdings eher speziell für die sturen und nicht leicht zu handhabenden Rinderherden.

Eine robuste Gesundheit, sehr große Anpassungsfähigkeit, Wesensfestigkeit bei der Arbeit und stete Hütebereitschaft zeichnen diese Hunde heute aus. Die Schäfer schätzen an ihren Tieren das ehrliche Wesen und einen schadlosen Griff in Nacken, Rippen oder Keule. Die Schafe lernen so, den Hund zu respektieren, ohne von ihm verletzt zu werden.

Der Arbeitswille der altdeutschen Hütehunde, gepaart mit ihrer Eigenständigkeit und dazu der druckvolle Griff ermöglichen dem Schäfer noch heute, selbst sehr große Herden durch die zunehmend reich besiedelte Kulturlandschaft zu führen.
 

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